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Fahrverbot für Diesel: Sinnvoll?

Tunnelblick?

Tunnelblick?


Jüngst wurde in Stuttgart ein Urteil mit großer Wirkung gesprochen. Ab dem 1.1.2018 sind in Baden-Württembergs Hauptstadt Fahrverbote für Dieselfahrzeuge möglich. Dies hat natürlich für andere Städte eine entsprechende Signalwirkung.

Das Gericht musste natürlich abwägen. Und im Zweifel ist die Gesundheit der Allgemeinheit höher zu gewichten, als alles andere.

Medienberichten zufolge (u.a. Focus) sollen in Stuttgart 107.000 Dieselfahrzeuge zugelassen sein, von denen 73.000 die Abgasnorm Euro 6 nicht erfüllen. Für weitere 20 Prozent werde es Ausnahmeregelungen geben.
Daraus ergibt sich:

  • 14.600 Fahrzeuge (= 20% von 73.000) erhalten Ausnahmeregelungen
  • 34.000 Fahrzeuge sind von dem drohenden Fahrverbot nicht betroffen

Etwas mehr als die Hälfte der Dieselfahrzeuge wird also von einem drohenden Fahrverbot betroffen sein. Erwartungsgemäß werden viele davon nachgerüstet. Übrigbleiben wird ein schwindend geringer Anteil an Dieselbetriebenen Fahrzeugen, der tatsächlich stehen bleiben muss.

Berücksichtigt werden muss auch, dass durch den steigenden Einsatz von Bussen im ÖPNV Teile der geringen Einsparungen an Feinstaub und NOx (Stickoxide) zunichte machen könnte.

Die Dreistigkeit mit der die Autokonzerne getrickst haben, ist unfassbar. Jetzt aber die Autofahrer für die mangelnde Kontrolle durch die Politik zu bestrafen, ist ebenfalls unvergleichlich. Die Hersteller müssen sofort technische Lösungen bereitstellen – auf deren Kosten. Bis diese zur Verfügung stehen, muss man die Schadstoffbelastung hinnehmen. Erst wenn keine technische Lösung erfolgreich ist, können Fahrverbote erwogen werden.

Auch lesenswert: Diesel – Sachlich betrachtet (von Christian Tietgen)


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